Für 3-4 Personen:
500 g Linguine
Salz für das Kochwasser
Fenchelsauce:
75 g getrocknete feine Sojaschnetzel
250 ml Gemüsebrühe
1 EL Sojasauce
Olivenöl
1 Knoblauchzehe, abgezogen und gepresst
2 mittelgroße rosa Zwiebeln, in sehr dünne Ringe geschnitten
2 Stangen Sellerie, in dünne Scheiben geschnitten
5 Zweige Thymian (Blätter)
2 EL grob geschnittene frische Rosmarinnadeln
8-10 Salbeiblätter, in schmale Streifen geschnitten
Weißwein zum Ablöschen
1 Fenchelknolle, in sehr dünne Scheiben geschnitten (geht am besten mit einem guten Gemüsehobel)
8 mittelgroße Tomaten, klein gewürfelt
3-4 EL Tomatenmark
80 g Kalamata-Oliven, entsteint und in Ringe geschnitten
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Die Sojaschnetzel in der Gemüsebrühe aufkochen. Sojasauce zugeben und alles bei kleiner bis mittlerer Hitze 15-20 Minuten garen, bis die Schnetzel weich sind. Gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit zugießen.
Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Knoblauch, Zwiebeln und Stangensellerie darin anbraten. Die frischen Kräuter hinzufügen und kurz dünsten. Sojaschnetzel zugeben und einige Minuten braten (falls noch etwas Flüssigkeit von der Zubereitung der Sojaschnetzel übrig ist, kann sie ruhig mit in die Pfanne). Mit Weißwein ablöschen. Fenchel zugeben und alles weiter dünsten, bis das Gemüse beginnt, weich zu werden. Tomatenwürfel zugeben und bei mittlerer Hitze schmurgeln, bis Fenchel und Tomaten gar sind.
In der Zwischenzeit die Linguine nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser garen.
Olivenringe und Tomatenmark unter die Sauce rühren und nochmals kurz köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas zusätzlichem Olivenöl abschmecken.
Die Nudeln auf vorgewärmten Pastatellern verteilen und mit der Fenchelsauce anrichten. Nach Geschmack mit Hefeflocken bestreuen oder einen Klecks veganen Frischkäse (z.B. Tofutti Creamy Smooth) zugeben.
Diese winterliche Köstlichkeit sorgt während des Löffelns für einen herzhaften Gaumenkitzel und danach für umgehend gewärmte Gliedmaßen. Es lohnt sich, beim Einkaufen der Zutaten auf Sauerkraut zurückzugreifen, das direkt aus dem Krautfass kommt; zwar braucht es ein wenig länger als Kraut aus der Dose, um gar zu werden, doch ist es auch um so aromatischer und von angenehmerer Konsistenz. Eine sichere Bezugsquellen sind Metzgereien (sic!), aber in kleinen Bioläden oft auch die Frischetheke (Boyer in Göttingen bietet es sogar in Demeter-Qualität).